Informationen zu Repositorien

Erster Schritt

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Es gibt viele, zum Teil fachspezifische Repositorien, die die Veröffentlichung von Manuskripten, physischer und digitaler Daten und Methoden ermöglichen. In einem ersten Schritt sollten Wissenschaftler:innen auf existierende Repositorien hingewiesen werden und die Nutzung dieser Repositorien sollte gefördert werden. Dabei sollte darauf eingegangen werden, welche Kriterien Repositorien erfüllen sollten, wenn man dort publizieren möchte: Werden z.B. Persistent Identifier wie DOIs vergeben? Ist eine langfristige Finanzierung des Repositoriums gewährleistet? Welche Qualitätsstandards haben sie?

Eine zusätzliche Option ist eine Kooperation mit externen Repositorien zu etablieren, um den Zugang für Mitarbeiter:innen zu erleichtern und zielgerichteten Support bieten zu können. Mehr Informationen zu einem solchen Vorgehen können Sie in dieser Case Study aus den Niederlanden erhalten. Unter anderem bietet das Open Science Framework Einrichtungen eine Option der Kooperation an.

Eine kleine Auswahl von insitutionsunabhängigen Repositorien:

 

Zweiter Schritt

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Für manche Einrichtungen kann es sinnvoll sein, eigene Repositorien zu entwickeln. Damit dabei aber keine Räder neu erfunden werden, sollte immer zunächst die Frage gestellt werden, ob es bereits fachspezifische externe Repositorien gibt, die durch Wissenschaftler:innen der Einrichtung bereits genutzt werden. Wenn ja, sollte eine enge Kooperation mit diesen Repositorien der Neuentwicklung einer institutionellen Lösung vorgezogen werden. Die Einrichtung eines einrichtungsbezogenen Repositoriums kann dennoch sinnvoll sein, z.B. für Zweitveröffentlichungen, die Sammlung von Zitationen oder als Rückfall-Position für Publikationen, für die es (noch) kein passendes, etabliertes Fachrepositorium gibt. Wichtig ist dabei, dass Inhalte durch die Forschenden eingepflegt werden. Dafür helfen Lösungen, die auch Mehrwerte für die Forschenden bieten, etwa die Möglichkeit zum digitalen Einbinden der eingepflegten Publikationen in die eigene Webseite.

 

Digitale Repositorien

Bei der Entwicklung eines digitalen Repositoriums geht es zunächst um die Frage, welche Services überhaupt benötigt werden, welche Anforderungen das Repositorium erfüllen soll und wie der finanzielle Rahmen und das Business Modell für das Repositorium aussehen soll. Dies sollte gemeinsam mit Wissenschaftler:innen aller Fachbereiche evaluiert werden. Die Entwicklung von Pilotprojekten kann dabei helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu sehen, ob die geplanten Services den Erwartungen entsprechen.

Nach der Checkliste für Good Practices in Repositories sollten Repositorien folgende Funktionen erfüllen: Discoverability, Access, Reuse, Integrity, Quality assurance, Privacy of sensitive data, Preservation, Sustainability. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt werden können, sollte ein neues Repositorium aufgebaut werden. Zu beachten ist hierbei auch, dass Informationen, die im Repositorium abgelegt werden, den FAIR-Kriterien entsprechen. Repositorien sollten Qualitätsstandards anwenden und dafür ausgezeichnet sein, z.B. durch ein DINI Zertifikat oder CoreTrustSeal. Eine offene Frage dabei ist, inwieweit Qualitätskontrolle der zu veröffentlichenden Daten im Repositorium durchgeführt werden soll und nach welchen Kriterien.

Weitergehende Informationen

 

Physische Repositorien (z.B. Sammlungen, Archive, Biobanken/ Biorepositorien):

Viele Fachbereiche arbeiten mit physischen Forschungsdaten und -methoden, die neben den Ergebnissen von Forschungsprojekten eine wertvolle Ressource darstellen. Um die Aufbewahrung dieser Ressourcen zu systematisieren und Zugang für externe Interessierte zu gewährleisten, kann es sinnvoll sein, interne Services zur Kuratierung aufzubauen.

Zur Sammlungskoordination sollten folgende Schritte durchgeführt werden (abgewandelt von diesem Leitfaden):

  1. Bestandsaufnahme der existierenden Repositorien und Evaluation der Qualität (siehe Leitfaden Qualitätskriterien)
  2. Kommunikation und Vernetzung existierender Repositorien miteinander, mit anderen Stellen des Research Support (z.B. IT), mit Verantwortlichen für die Planung neuer Repositorien und Kommunikation mit (zukünftigen) Nutzer:innen, um Bedarfe zu definieren
  3. Erstellung von Konzept(en) für Repositorien (siehe Leitfaden Sammlungskonzept)
  4. Unterstützung und Beratung, einerseits derjenigen, die für Koordination der Repositorien zuständig sind, andererseits der (potentiellen) Nutzer:innen der Repositorien, sowohl derjenigen, die Objekte in Repositorien ablegen wollen als auch derjenigen, die Zugang zu Objekten erhalten wollen
  5. Aufbau von physischen Repositorien
  6. Schaffung digitaler Infrastruktur für Repositorien, um Objekte mit Persistent Identifiers zu versehen, Zugang zu Objekten über Datenbanken und Kataloge zu ermöglichen und, wenn möglich und sinnvoll, eine Digitalisierung der Objekte vorzunehmen (Beispiel zur Entwicklung einer digitalen Infrastruktur)
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